Nur ein Lachen

In manchen Momenten meines Lebens bin ich einfach frei. Meistens quäle ich mich selbst mit Erwartungen und Vorwürfen. Ich bin bemüht dem gerecht zu werden, bis ich schließlich völlig erledigt ins Bett falle und doch nicht schlafe. Schlafen tu ich schon so lange nicht mehr. Ich weiß nicht mehr, wie es sich anfühlt, wirklich wach zu sein. Ich lebe vor mich hin und habe keine Zeit einen Gedanken daran zu verschwenden, wie es mir geht, was ich will. Habe ich diese Zeit, bricht alles auf mich ein. Ich kauer weinend, zitternd in meinem Zimmer und versuche verzweifelt mir diese Leere in mir zu erklären. Suche den Sinn meines Lebens. Doch dann gibt es diese einzelnen Momente, wenn ich frei bin, wenn ich lache, fliege. Wenn ich mich tanzend der Musik hingebe, wenn ich ein strahlendes Lächeln sehe und mein Herz das Strahlen erwidert. In diesen Momenten gibt alles Sinn. In diesen Momenten ist jede Minute die ich mich gequält habe wertvoll, weil alles auf das Jetzt zugesteuert hat. Könnten diese Momente doch anhalten.

19.2.17 20:02, kommentieren

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Erwartung an mich

Manchmal gibt es in meinem Leben Phasen, in denen ich das Gefühl habe, bei was auch immer zu versagen. Ich sehe nur noch meine Fehler, ich sehe nicht erreichte Ziele und ich spüre die Verzweiflung. Ich bin völlig leer. Ich ertappe mich dabei, stundenlang frierend in die Ferne zu starren, die Tränen irgendwo tief in mir begraben. Wie in einem dunklen, kalten Loch. Zu tief, um heraus zu kommen. Zu tief, um das Licht zu sehen. Zu tief, um einem anderen Menschen nahe zu sein. Ich habe schreckliche Angst. Die Angst nicht gut genug zu sein, die Angst alle zu enttäuschen. Eine Angst die lähmt und mich hindert zu lachen, zu schlafen, nach vorne zu sehen. Ich fühle mich wie ein Versager, der nichts Besonderes ist, kann, oder erreicht. Ich bin einfach nur ich. Fühle mich klein und wertlos und unendlich allein. Ich will andere an mich heranlassen, weil ich sie ja wieder nicht verletzen will, doch ihre unendliche Geduld und Liebe beschämt mich zutiefst, weil ich sie nicht verdiene. Weil ich es nicht wert bin, diesen unendlich wertvollen Menschen ihre Kraft zu rauben. Doch sag mir, wenn ich es mir selbst nicht mehr wert bin, wie soll ich mir dann erlauben fröhlich zu sein? Ich muss mir doch erlauben, zu versagen, nicht perfekt zu sein, nicht wunderschön zu sein, schlechter als andere und nicht alle Ziele zu erreichen. Ich fürchte der einzige der wirklich enttäuscht von mir ist, der bin ich.

6 Kommentare 15.2.17 20:36, kommentieren


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