Aus Liebe

Nichts lässt mich so hilflos fühlen, wie der Anblick eines Menschen den ich liebe und der leidet. Ich sehe deinen Schmerz und mein Herz tut mir weh. Ich sehe wie du um Atem ringst, unter Schmerzen ein Lächeln auf deine Lippen quälst, nur damit ich mich besser fühle. Ich bemerke die kurzen Momente, wenn du stehen bleibst, weil du nichts mehr siehst, deine Beine zu schwer sind, dich noch zu tragen. Im Glauben ich würde es nicht sehen. Ich sehe die Tränen in deinen Augen, wenn du mir versicherst, dir ginge es gut. Ich höre den Abschied in deinen Worten, wenn du mir immer wieder sagst, wie stolz du auf mich bist. Und ich stehe da und ringe mit dem Schmerz, dich so zu sehen. Ich lache dich an und teile so viel Zeit mit dir wie ich nur kann. Und dennoch siehst auch du die Tränen in meinen Augen, wenn du mich umarmst, wenn ich dir sage, ich bin stark und ich beschütze die, die uns beiden wichtig sind. Ich lüge, wenn ich dir versichere, dass ich die Zeit habe, dich überall hinzufahren, stundenlang mit dir zu reden, oder einfach da zu sein. Doch was sonst sollte ich tun? Ich kann so wenig machen, dass du glücklich bist und doch ist es alles, was ich wollte. Bitte bleib noch hier bei mir. Du bist so viel und du bist stark.

24.12.16 17:14, kommentieren

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keine Zeit zum träumen

In manchen Phasen meines Lebens habe ich das Gefühl, mein Leben würde zu schnell an mir vorbeiziehen, als dass ich darauf einwirken könnte. Wie ein Film läuft es ab und anstatt der Protagonist zu sein, bin ich nur der Zuschauer. Manchmal bin ich so damit beschäftigt etwas zu tun und zu funktionieren, dass ich völlig aus den Augen verliere, was ich eigentlich hier tue. Und dann plötzlich stehe ich da und frage mich, ob ich überhaupt das richtige tue, nicht doch eine falsche Entscheidung treffe, ob ich die Menschen um mich stolz mache. Und dann wenn ich an diesen Punkt komme, beginne ich alles in Frage zu stellen. Wie viel bin ich denn überhaupt wert? Bin ich liebenswert trotz meiner Fehler, trotz meines Versagens? Ich verrenne mich in Selbstzweifeln, wohlwissend was ich tue. Aber verhindern kann ich es doch irgendwie nicht. Ich hab so große Träume. Doch ich denke nicht an sie. Ich mülle mich zu mit Arbeit, Sport, Ablenkung und Ablenkung. Aber aus Angst zu zweifeln träume ich nicht. Ich darf doch meine Träume nicht verlieren. Nur Traum ist wahre Wirklichkeit.

23.4.17 20:43, kommentieren


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